Wenn man mit Papa ein großes Geheimnis hat…

Diesen Artikel schreibe ich für die Mutter, die wahrscheinlich gerade aus Angst am liebsten schreien würde und sich dazu entschlossen hat für ihre Töchter zu kämpfen oder gerade in einer Situation ist, in der ihr noch die Kraft bleibt, auch zu kämpfen. Vielleicht kann euch dieser Text den Mut geben, ebenso zu kämpfen wie es die zweifache Mutter Sandra gerade tut.

Dieser Beitrag kann triggern und enthält sexistische Aussagen von Kindern und kann verstörend wirken.

  • Ich bitte hier ausdrücklich darum, dass ihr, wenn ihr gerade in einer labilen Phase seid, diesen Text nicht zu lesen.

Nennen wir mal diese mutige Frau Sandra und ihre Töchter gerade mal im Kindergartenalter Annika und Lisa.

Vor einigen Wochen oder doch schon Monaten? meldete sich die junge Mutter verzweifelnd und hilfesuchend in den sozialen Netzwerken. Eine total surreale Welt, die sich ihr gerade eröffnet.

Worum es geht? 

Kindesmissbrauch im jüngsten Alter, durch den Erzeuger und Exmann.

Was würdet ihr tun, wenn euch eure Kinder erzählen, dass Papa sie komisch angefasst hat?

Glauben oder als Fantasie,Traum, Lüge abtun?

Ich kann mich noch gut an diesen Post erinnern obwohl ich nicht mitkommentiert hatte, dennoch habe ich ihn verfolgt und war entsetzt von Betroffenen zu lesen, dass man keine Chance als Mutter vor Gericht hat bei Kindesmissbrauch, da oft die Beweise fehlen. So verzweifelt, dass man die Hoffnung für alle Eltern und Betroffenen verloren hat, dass man Anderen rät, die Sache auf sich beruhen zu lassen… Dazu später mehr.

Man könnte ja erstmal denken, dass dieser Post wie Viele nur ein Fake sei. Aber, inzwischen kenne ich die junge Mutter und stehe mit ihr im engen Kontakt.

Es ist wirklich erschreckend, dass man sich die Frage stellen muss ob man wirklich anzeigen soll oder nicht. Hoffnungsloses Deutschland.

Ich denke wir können uns alle nicht vorstellen, was Sandra gerade durchmachen muss. Es ist ein schwerwiegender Verdacht, eine tiefe Angst die alle Mütter haben, aber nie angesprochen wird, weil es ein böses Tabuthema ist. „Ich hätte nie gedacht, dass uns sowas passieren könnte…“

Zu der Vorgeschichte des ehemaligen Ehepaares…

Wir wissen nie, in Wen wir uns verlieben. Selbst, wenn wir denken einen Menschen zu 100% zu kennen, wissen wir nie was sich hinter der dicken Schädeldecke unseres Gegenübers verbirgt. 

Der Exmann wurde in seiner jüngsten Kindheit von nahestehenden Familienangehörigen  missbraucht. Ein naher Verwandter von ihm saß deshalb auch seine Strafe im Knast ab. Unterdrückt von seiner Mutter, ein „Leittier“ wie Sandra so schön sagte, mit einer bewegenden Vergangenheit ( Prostitution und wahrscheinlich Vieles mehr ), die ebenfalls wahrscheinlich schon lange in dieser Missbrauchsspirale drin hing. Sozusagen wie eine Tradition, die an die nächste Generation weitergegeben wird. Alkohol ist hier auch ein großes Thema.

Das ist genau die Thematik die ich immer anspreche. Man selber merkt gar nicht, dass man in dem Teufelskreis mit drin hängt, wenn man keinen anderen Umgang miteinander kennt und es nie lernen konnte. Hier fehlte ganz klar die Aufklärung und der Wille etwas an seinem Leben zu ändern.

Sandra hat sich getrennt, wurde geschieden und hat aus Weisheit versucht die Scheidung und den Umgang mit den Kindern sauber zu klären. Niemanden wollte sie damit schaden und war bedacht darauf, ihren Exmann nicht auszunehmen oder sich an ihm zu rächen, wie es sicherlich tausende oder Millionen Frauen nicht versuchen. 

#Vernuft

Das Sorgerecht ist geteilt, der Umgang geklärt im Sinne der Kinder. Also alles sehr erwachsen geregelt.

Kurz darauf kam der nächste fassungslose und erschreckende Post über unsere Behörden und zwar dem Jugendamt.


Fragen über Fragen, auf die es Tausende – und doch keine Antworten gibt…

Selbst jetzt bekommt er das Sorgerecht nicht entzogen, weil der Kindsvater bis zu einer Verurteilung, als unschuldig anzusehen ist. 

Das sind Aussagen vom Jugendamt, wie auch, dass Sandra nichts gegen ihn in der Hand hätte.

Ich frage mich, was für Beweise braucht man beim Jugendamt? Ein Unterhößchen mit der DNA?

Aber wehe, es rufen irgendwelche Nachbarn an, um Eltern irgendwie anzukreiden aus Missgunst oder Neid oder vielleicht Hass. Bei Jedem Scheiß kommt das Jugendamt und kontrolliert irgendeinen Mist und ist bekannt dafür, dass vorschnell gehandelt wird und bei so einem Vorwurf machen die nichts? 

#KrasseScheiße

Die Kommentare waren so unterschiedlich. Von tiefem Entsetzen, bis unendlicher Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit bis zur objektiver Betrachtung. Von Kampf und Niederlagen. Die schlimmsten Kommentare waren für mich, die hoffnungslosen. Die Erfahrungen als Mutter komplett überhört und nicht ernst genommen zu werden. Von der Hölle gegen diese KiFi’s vorzugehen und zu verlieren, aufgrund mangelnder Beweise und nur den Aussagen der Kinder. Von Drohungen des Kindesentzug, aufgrund einer wütendenen Ex-Ehefrau die anscheinend laut den Ämtern, den emotionalen Ärger an die vergangene Beziehung, hinterhältig versucht Luft zu machen. So die Vorwürfe und Ängste der Behörden.

Ja leider gibt es auch die Geschichten, wo sich die Mütter den Kindesmissbrauch ausdenken, um offene Rechnungen zu begleichen. Alles zur Lasten der Kinder, hier mal nebenbei bemerkt. Ich selber bin ein Opfer von ausgedachten Geschichten in der Kindheit, um von sich auf Andere abzulenken. Warum das Mütter erzählen oder vielleicht auch die Väter? Ich weiß es nicht, da sind zuviel Faktoren mit ihm Spiel. Hass, Rache, Angst, psychische Störungen- und Krankheiten oder einfach nur Dummheit…

Jedenfalls schrieb ich dann Sandra, nachdem ihr gefühlte zigtausend Mal gesagt wurde, dass sie es erst gar nicht versuchen soll ihn anzuzeigen, denn damit würde sie alles kaputt machen, die Bindung zu ihren Kindern, dem engsten Umfeld, sprich Freundes- und Bekanntenkreis. Auf keinen Fall sollte sie nun die Angst und Unsicherheit bekommen, nicht dagegen vorzugehen. Nicht zu kämpfen und ihre Töchter mit dem Wissen, Verdacht, Vermutung den Umgang mit dem Kindsvater zu gewährleisten, immer mit der Angst im Hinterkopf, dass ihre Kinder von ihrem eigenen Vater sexuell missbraucht werden…

Es macht mich unheimlich stolz, dass die junge Mutter sich nun dazu entschieden hat, den steinigen Weg auf sich zu nehmen und für ihre Töchter in den Ring der Arena der deutschen Gesetze, zu steigen.

Der Kampf hat begonnen. Und ich stehe fest an ihrer Seite. 

Sandra hat sich auch bei der Kinderschutzorganistion B.A.C.A informiert und diese um Hilfe gebeten, doch Deutschland hat da ein komisches Rechtssystem. 

Als sie im Chapter ihrer Nähe anrief, musste sie leider vertröstet werden, da ihr Exmann noch das Sorgerecht hat. Das ist ein Problem für die Kinderschutzorganistion, da der Erzeuger ja den Umgang mit den liebenswerten Rockern verbieten könnte.

Doch der Member von B.A.C.A bot ihr an, in Angstsituationen anzurufen, dass er wenigstens mit dem Motorrad vorbei fährt um Präsenz zu zeigen. Nicht allzu viel, aber eine kleine Sicherheit für die Löwenmutter.

Fassen wir mal kurz zusammen, was bisher geschah oder auch nicht…:

  • Kindesmissbrauch durch den Vater an der Minderjährigen und Schutzbefohlenen im Kindergartenalter, durch sexuelle Handlungen, die sie bei ihm durchführen sollten und er durchführte
  • Das langsame bis stehende Rat des Jugendamtes/Behörden
  • Den gebundenen Händen verschiedener Kinderschutzorganistionen 
  • Traumatische Erfahrungen des Kindes, sowie der Mutter
  • Panikattaken und tiefsitzende Ängste der kleinen Tochter 
  • Eine Familienhelferin wurde vom Jugendamt auf freiwilliger Basis gestellt, die im Alltag hilft und Sandra unter die Arme greift, in Sachen Umgang. Diese Hilfe hat sie auch dankend angenommen

Weiter geht’s im Text. 

Endlich hat Sandra den Mut zusammengenommen und hat Anzeige bei der Kripo erstattet und ihren Anwalt über die Situation mit dem informiert und aufgeklärt. Er nahm den Fall an und steht ihr nun zur Seite. 

Das Schlimme für mich als Außenstehende, dass ich hilflos zusehen muss, wie die Behörden hier in Deutschland arbeiten.

Das ist nicht DEINE Geschichte, also mach es auch nicht zu DEINER.

Die Anziege ist also erstattet, der Brief vom Anwalt wegen dem Umgangsrecht ist raus und die Wochen vergehen, bis ihr Kind endlich die Aussage bei der Polizei hinter sich bringen kann. Es ist nicht tragbar, bei solchen Anschuldigungen noch den Umgang mit dem Kindsvater zu gewährleisten bzw. zu erlauben.

Und es kommt natürlich erst zu einer Anklage, wenn die Kleine ausgesagt hat. Wenn sie nicht aussagt, ist die Sache vorerst mal gegessen und Sandra muss abwarten, was dann auf sie zukommt. 

Ich finde ihren Mut bemerkenswert. Auch, dass sie ihre Diagnose Gebärmutterhalskrebs überstanden hat.

Wenns kommt, dann kommt’s fett… Ihr kennt das sicherlich auch.

Es ist nicht so, dass Sandra nun in Depressionen und Angst versinkt. Nein, der Familienalltag geht ganz normal weiter und mit den Kindern fängt sie schon sofort die Verarbeitung und Aufarbeitung an. 

Ihr seht, auf einmal fangen Kinder an zu sprechen, wenn das Vertrauen groß genug ist.

Warum ich die Screenshots hier reinsetze? Genau um euch zu schockieren, um aufzuklären, um Sandra’s Geschichte zu erzählen. Um mal zu zeigen, wie wenig unsere Behörden tun und wie sehr die Mutter darunter leidet.

Nein Leute, dass ist kein Thriller. Das ist die harte Realität, mit der man lernen muss von jetzt ab umzugehen.

  • Positive Gespräche 

  • Was ganz besonders toll an dem Tag war, was schlecht oder nicht so schön an dem Tag war

  • Erlebnisse, Erfahrungen, 

  • Feste Rituale

  • Schöne Momente und Erlebnisse

  • Autogenes Training und Übungen aus der Traumatherapie

Auch für sich selbst, muss sie schon anfangen zu verarbeiten und aufzuarbeiten.


Warum ihre Tochter noch nicht in einer Therapie oder sonstigen Behandlung ist? 

Weil sie noch nicht dürfen. Erst nach der Aussage bei der Kripo, kann man mal langsam über eine Therapie nachdenken. Davor werden wahrscheinlich noch psychologische Gutachten gemacht und mit „Profi’s“ Gespräche geführt. Sonst könnte man die junge Mutter wegen Manipulation oder Sonstiges belangen. Will gar nicht darüber sprechen, wie lange die Wartelisten für Therapieplätze sind und man dann irgendwann mal anfangen kann, dass professionell aufzuarbeiten und Hilfe zu leisten.

Ihr braucht auch nicht denken, dass unser Kontakt nur aus Gespächen von Missbrauch, Anwalt und Kripo besteht. Nein tut es nicht. Wir unterhalten uns auch über alltägliches, lachen miteinander und kämpfen zusammen.

Das normale Leben geht trotzdem weiter. Meine Worte sind ja immer, sich nicht davon beherrschen zu lassen. 

Jedenfalls vergingen jetzt ein paar Tage ohne neue Meldung von ihr. Tage sind vergangen und meine Gedanken, schweiften immer öfter zu ihr ab.

Am Ende meines Beitrages, werde ich euch eine mentale Übung zeigen, wie man sich selber schützen kann.

Gestern Abend meldetete sie sich wieder bei mir…
  

So. Wahrscheinlich seit ihr jetzt richtig schockiert. So wie Sandra, so wie ich und ihr nun.

Eine junge Mutter die ihre Kinder beschützen will, und ertragen muss, dass ihre Kinder ganz unbekümmert von dem Missbrauch vom Papa erzählen und sie rein gar nichts tun kann im Moment als, abzuwarten und zu hoffen, dass ihr Anwalt ein Umgangsverbot erlassen kann und mal irgendwas voran geht. Die Kripo ihre 5jährige Tochter zum Verhör einlädt.

Habt ihr eine leisestete Ahnung was gerade die Kinder oder Sandra durchmachen müssen?

Unsicherheit, Angst, Wut, Traurigkeit, Ahnungslosigkeit, Machtlosigkeit und vor allem Angst, Ekel, Scham, Schuld.

  • Was wird in naher Zukunft passieren?

Man sollte jetzt meinen, dass es gut wäre, dass die jüngere Schwester nun auch anfängt zu erzählen… Das das gut wäre, für das kommende Verfahren. Pustekuchen. Es wäre mehr oder weniger sinnlos eine 3jährige zu befragen, laut Aussage der Kripo. Also, liegt all die Hoffnung auf die größere Schwester, dass sie endlich das Geheimnis zwischen ihr und ihrem Papa erzählen möchte.

  • Wie es nun weitergehen wird?

Keine Ahnung, dass liegt in der Hand der Behörden. Ob die Beweise ausreichend sind…

Fast habe ich den Beitrag fertig geschrieben, da bekomme ich von Sandra die Meldung, dass sie heute nochmal mit dem Jugendamt gesprochen hatte und das der Fall nun doch andere Dimensionen annehmen wird und sogar die Kripo sagt, dass lange genug geschwiegen wurde und nun endlich was passieren muss. Das alles ist wie ihr seht, sehr glaubhaft. Ich bezweifle, dass Kinder sich sowas ausdenken. Selbst die Kripo nicht. Sandra wurde sogar Hoffnung gemacht, dass ihre Chancen gut stehen im Falle einer Verhandlung.

Nun ist die Kripo endlich bemüht, den Rechts-Pfleger Dampf zu machen, dass die Kleine endlich aussagen kann und endlich mal der Stein ins Rollen gebracht wird.

Immer schön dahinterbleiben und die Behörden fast schon nerven und drangsalieren, dass etwas passiert.

Unser achso tolles Rechtssystem und den noch tolleren Paragraphen mit Denen man zu kämpfen hat, wenn es um Kindesmissbrauch geht.

Wenigstens ist schon mal ein Aktenzeichen da…

Ich bitte euch, Sandra’s Geschichte zu teilen und weiter zu erzählen. Umso mehr Schwung und Bewegung in die Sache kommt, umso größer ist die Hoffnung der Betroffenen endlich mal gehört und ernst genommen zu werden.

Missbrauch und Kindesmissbrauch ist immer noch ein Thema, dass tot geschwiegen wird.

Millionen von Frauen auf der ganzen Welt, haben schon ihre Geschichten unter dem Hashtag #Metoo erzählt. Nur, wenn man das Schweigen bricht, ist man nicht mehr alleine.

Ich werde ihre Geschichte weiter erzählen und von ihrem Kampf mit den Behörden und ihr und ihren Kindern.

Wenn ihr euch gerade in einer solch ähnlichen Situation befindet und Hilfe sucht, dann schaut doch mal in mein Menü unter Links. Da sind verschiedene Hilfestellungen zu finden.

Eine kleine Übung für die mentale Sicherheit ( in Angst- und Paniksituationen oder um mal abzuschalten und einfach nur zur Ruhe zu kommen )

Der sichere Ort

Machs dir bequem, schließe die Augen und hole ein paar Mal Luft und atme. 

Stell dir in deinen Gedanken einen Ort vor, an dem du gerne Urlaub machen würdest oder einfach mal zu entspannen. Schaff dir deine eigene Kulisse in deiner Fantasie von beispielsweise einen Strand oder in den Bergen und fange nun an, dir deinen sicheren und geborgenen Ort zu bauen. Ein Backsteinhaus, eine Holzhütte, egal was. 

Richte dir deinen sicheren Ort ein, mach es dir gemütlich und kuschelig. Langsam nimmt dein Bild schon Gestalt an stimmt’s?

Du kannst dir, quasi als Security deinen liebsten Menschen, oder vielleicht auch dein Haustier vor die Türe stellen zum aufpassen. Auch kannst du die Tür abschließen.


Wenn du dir deinen sicheren Ort vorgestellt hast und das Bild im Kopf hast, kannst du dir nun auch einen TRESOR zulegen.

Meine Übung besteht darin, dass ist aber meine Strategie, die Bilder die spucken, gedanklich aufzuschreiben und dann in diesen Tresor zu legen. Abschließen, an deinem sicheren Ort verweilen und nun dürfte es schon besser gehen.

Keine Sorge, wenn es nicht gleich auf Anhieb funktioniert mit der Fantasie. Alles braucht seine Übung.

Biografie, häusliche Gewalt, Missbrauch, Leben

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